Tagessegen 

mit Pfarrer Heinz-Jürgen Förg.

 

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von "Kirche TV".

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für die Woche vom 23.10.2017 bis  29.10.2017

Nachdem wir an den vergangenen Sonntagen in den Lesungen aus dem Matthäus-Evangelium gehört haben, wie Jesus verschiedenen Gleichnisse erzählte, mit denen er auch die Pharisäer bzw. deren inzwischen schon sprichwörtlich gewordenes Verhalten kritisieren wollte, erfahren wir am 22. Oktober 2017, dem 29. Sonntag im Jahreskreis des Lesejahres A, in der Lesung aus dem Evangelium nach Matthäus, Kap. 22, 15 – 21, die sich direkt an das Gleichnis vom königlichen Hochzeitsmahl anschließt, wie die Pharisäer nun gewissermaßen zum Gegenschlag ausholen und versuchen, „Jesus mit einer Frage eine Falle zu stellen“, wie es im Evangelium heißt.

Diese Fang-Frage lautete:

 

„Ist es nach deiner Meinung erlaubt, dem Kaiser Steuern zu zahlen oder nicht?“

 

Hören wir nun in der Lesung aus dem Matthäusevangelium, wie Jesus reagiert hat:

Im folgenden Video der Diözese Rottenburg-Stuttgart aus der Reihe „Mein Sonntagsevangelium“  macht sich Wolfgang Müller einige Gedanken zu diesem Evangelium und zur Frage: „Wem gehöre ich?“

Und was sagten einst die Kirchenväter zum Sonntagsevangelium?

Wer's wissen will, kann auf das folgende Bild klicken.

 

Zum Schluss für diese Woche:

 

Johann Sebastian Bach (1685-1750) hat zum Text des Sonntagsevangeliums die Arie „Nur jedem das Seine“ geschrieben, die Teil der gleichnamigen Cantate ist, die sich im BWV 163 findet und die den Sinn der Worte Jesu, dem Kaiser zu geben, was dem Kaiser gehört, und Gott zu geben, was Gott gehört, auf folgende Weise zum Ausdruck bringt:

 

„Nur jedem das Seine!
  Muss Obrigkeit haben
  Zoll, Steuern und Gaben,
  Man weigre sich nicht
  Der schuldigen Pflicht!
  Doch bleibet das Herze dem Höchsten alleine.“

 

Es versteht sich von selbst, dass der spätere Missbrauch der Worte „Jedem das Seine“ durch die Nationalsozialisten, z.B. als Schriftzug am Eingangstor des Konzentrationslagers Buchenwald, in keinerlei Zusammenhang mit der Komposition von J.S. Bach steht und dass diese hier auch keine diesbezüglichen Assoziationen wecken soll.

 

Wer Interesse hat, kann sich diese Arie – sie dauert knapp 3,5 Minuten – einmal anhören: