Marienmonat Mai

Zur Einstimmung hören wir die erste Strophe des Liedes

„Segne du, Maria, segne mich, dein Kind!“

aus dem neuen Gotteslob Nr. 535, gesungen von den Regensburger Domspatzen.

Die Maiandacht entstand im 18. Jahrhundert und wurde 1815 vom Papst gutgeheißen. Sie war in früheren Zeiten eine der beliebtesten Gebetsstunden des gläubigen Volkes. Die ganze Schönheit und Blumenpracht des Monats Mai wurde dabei auf den Schmuck der Maialtäre verwendet.

In unserer nüchtern und gehetzt gewordenen Zeit ist es eine Wohltat, bei Maria auszuruhen und unser Denken und Fühlen in Liedern und Gebeten zu ihr zu erheben.

 

Sie führt uns weiter zu ihrem Sohn und hilft uns zur Treue vor ihm.

"Maria und die Topmodels"

- ein Film von kirchensite.de zum Marienmonat:

 

 

Der große englische Kardinal

John Henry Newman (1801 – 1890)

überlegte, warum der Mai in ganz besonderer Weise als Monat Mariens gilt.

 

Er sagte dazu unter anderem:



Warum ist der Mai in ganz besonderer Weise der Verehrung der allerseligsten Jungfrau gewidmet?



Weil nach langem Schnee und Eis, nach Frost und Kälte des Winters, nach den Frühlingsstürmen und Regenschauern die Erde im Monat Mai sich mit neuem Grün und frischem Blätterschmuck bekränzt. Weil überall in Feld und Garten, auf Bäumen und an Fenstern die Blumen erstehen, die Tage länger werden und den Sonnenschein uns immer weiter öffnen. …

 

 

Und sollte der Mai auch einmal düster und herbe sein, so bleibt er dennoch der Monat der Hoffnungen und der Verheißungen. Mag das Wetter noch so trübe sein, so verheißt er dennoch den Sommer und öffnet ihm die Bahn. …



Die Jungfrau ist selbst die sichere Verheißung des kommenden Erlösers, und der Monat der Verheißungen, des Sprießens und Sprossens in der Natur, der freudigen Erwartung in den Menschenseelen muss darum ihr geweiht sein.


 

Warum ist der Mai in ganz besonderer Weise der Verehrung der allerseligsten Jungfrau gewidmet?



 

Weil der freudigste und an feierlichen Festen reichste Teil des Kirchenjahres in den Monat Mai fällt. Wer möchte den Februar, März oder April, die Zeit des Fastens und der Buße – oder den Dezember, die Zeit des Advents, die Zeit der Hoffnung zwar, aber auch der Einkehr und Reue, als Marienmonat erwählen? …

Der Mai aber gehört zur Osterzeit und fällt meist ganz oder zum Teil in diese festliche Zeit. Die Hochfeste der Himmelfahrt und der Sendung des Heiligen Geistes haben fast immer, und die Feste der Heiligsten Dreifaltigkeit und des Allerheiligsten Sakramentes (Fronleichnam) haben meist im Monat Mai ihren Platz. Er ist also die Zeit des Halleluja, weil der Herr aus dem Grabe hervorgegangen und zum Himmel aufgestiegen ist, um an seiner Stelle der Kirche den Gottesgeist zu senden.



Das ist also einer der Gründe, warum der Mai auf die besondere Verehrung der allerseligsten Jungfrau abgestimmt ist.

 

Sie ist die erste der Kreaturen, das schönste und liebste aller Gotteskinder, am nächsten seinem Throne.

 

Der Monat in dem wir die großen Feste der Erbarmungen Gottes, unserer Erlösung und Heiligung in den drei göttlichen Personen feiern, muss darum ihr gehören. …


Aus all diesen Gründen feiern wir den Mai als Monat Mariens.


Mag unsere kindliche Verehrung ihr angenehm sein.



Nachfolgend einige Bilder über die Verehrung der Muttergottes im Heiligtum von Tschenstochau, dazu das in polnischer Sprache gesungene Lied der "Schwarzen Madonna":

Auch in Unterhaltungsfilmen sind Lieder zu Ehren der Gottesmutter gelegentlich ein Thema.

Der nachfolgende Ausschnitt aus dem Film "Sister Act" mit Whoopi Goldberg ist ein Beispiel dafür.

Hier soll die Botschaft vermittelt werden, dass klassische Kirchenlieder - im speziellen Fall sogar ein Marienlied - für moderne Menschen anziehender wirken könnten, wenn man sie rhythmisch etwas "aufgepeppt" darbietet.

 

Aber sehen Sie selbst:

Und zum Schluss noch eine ziemlich unkonventionell und

jugendlich aufbereitete evangelische Meinung über Maria: