kommt vom lateinischen

"ADVENTUS (DOMINI)"

und bedeutet

"ANKUNFT (DES HERRN)".

 

Wir sagen euch an den lieben Advent.
Sehet, die erste Kerze brennt!
Wir sagen euch an eine heilige Zeit.
Machet dem Herrn die Wege bereit.



 

 

Wir sagen euch an den lieben Advent.
Sehet, die zweite Kerze brennt!
So nehmet euch eins um das andere an,
wie auch der Herr an uns getan.



 

 

Wir sagen euch an den lieben Advent.
Sehet, die dritte Kerze brennt!
Nun tragt eurer Güte hellen Schein
weit in die dunkle Welt hinein. 



Wir sagen euch an den lieben Advent.
Sehet, die vierte Kerze brennt!
Gott selber wird kommen,

er zögert nicht.
Auf, auf, ihr Herzen

und werdet licht.



Freut euch, ihr Christen, freuet euch sehr!
Schon ist nahe der Herr!  

 

(neues Gotteslob Nr. 223, altes GL 115)

Es ist ein Ros entsprungen ...

Eine Legende erzählt, dass ein junger Mönch eines Tages zur Winterzeit eine Rose fand, die voll erblüht war.

 

Daraufhin schrieb er dieses Lied:



 

Es ist ein Ros entsprungen

aus einer Wurzel zart,

wie uns die Alten sungen,

von Jesse kam die Art,

und hat ein Blümlein bracht

mitten im kalten Winter

wohl zu der halben Nacht.

Die erste Strophe ist wie ein Rätsel.

Man weiß noch nicht, wer eigentlich gemeint ist.

Die Leute damals liebten Rätsel und Bilder.

Alles hatte noch eine andere, tiefere Bedeutung.



Aus einer scheinbar abgestorbenen Wurzel treibt ein neuer Rosenstock. Das hatte vor langer Zeit der Prophet Jesaja vorhergesagt:

"Aus dem Baumstumpf Isais wächst ein Reis (Ros) hervor." (Jesaja 11, 1)

 

Isai - auf lateinisch "Jesse" - war der Vater des Königs David. Aus seiner Familie stammten die jüdischen Könige ab. Und aus dieser Wurzel kommt nun noch einmal neues Leben.



 

Das Röslein, das ich meine,

davon Jesaja sagt,

ist Maria, die Reine,

die uns das Blümlein bracht.

Aus Gottes ewgem Rat

hat sie ein Kind geboren

und blieb doch reine Magd.



In der zweiten Strophe wird das Rätsel gelöst: Maria ist der Rosenstock, an dem die neue Blume wächst. Wir dürfen über sie staunen, denn sie wurde zur Mutter Jesu. Gott hat sie dazu erwählt.



 

Das Blümelein so kleine,

das duftet uns so süß;

mit seinem hellen Scheine

vertreibt's die Finsternis,

wahr' Mensch und wahrer Gott,

hilft uns aus allem Leide,

rettet von Sünd und Tod.



In der dritten Strophe geht es nur noch um die Blume. Damit ist Jesus gemeint. Er ist wie eine Blume, die auch im Winter zu blühen vermag. Sein Duft vertreibt alle Not und Finsternis. Er ist der wahre König.



 

Anschließend

hören wir noch das Lied

"Maria durch ein Dornwald ging",

gesungen von Christina Rommel.

Grundlage des Liedes ist der Besuch Marias bei Elisabeth, von dem der Evangelist Lukas berichtet:

 

"In diesen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth. …

 

Und Maria blieb etwa drei Monate bei ihr; dann kehrte sie nach Hause zurück.“

Warten auf den Messias

 

– die letzten Tage vor Weihnachten

 

Die „O-Antiphonen“ der Vesper



Klicken Sie auf das Bild des jeweiligen Tages

und hören die betreffende Antiphon direkt auf YOUTUBE

gesungen in lateinischer Sprache!


17. Dezember

 

O Weisheit, hervorgegangen aus Gottes Mund,

mächtig wirkst du in aller Welt, und freundlich ordnest du alles.


Komm, o Herr,

und lehre uns den Weg der Einsicht.

18. Dezember


O Herr und Fürst des Hauses Israel,

du bist dem Mose erschienen in der Flamme des Dornbuschs und gabst ihm das Gesetz am Sinai.


Komm, o Herr,

und erlöse uns mit starkem Arm.

19. Dezember


O Wurzel Jesse, gesetzt zum Zeichen für die Völker.

Vor dir verstummen die Mächtigen, zu dir rufen die Völker.


Komm, o Herr,

und erlöse uns, zögere nicht länger.

20. Dezember


O Schlüssel Davids und Zepter des Hauses Israel,

du öffnest und niemand schließt, du schließest und niemand öffnet.


Komm, o Herr,

und befreie aus dem Kerker den Gefangenen,

der da sitzt in Finsternis und im Schatten des Todes.

21. Dezember


O Morgenstern,

Glanz des ewigen Lichtes, du Sonne der Gerechtigkeit.


Komm, o Herr,

und erleuchte uns, die wir sitzen in Finsternis und im Schatten des Todes.

22. Dezember


O König der Völker, den alle ersehnen.

Du Eckstein, der das Getrennte eint.


Komm, o Herr,

und befreie den Menschen, den du aus Erde erschaffen hast.

23. Dezember


O Immanuel, Gott mit uns.

Du König und Lehrer, du Sehnsucht der Völker und ihr Heiland.


Komm, o Herr,

und erlöse uns, Herr, unser Gott.

 

 

 

Der Hymnus „O komm, o komm Immanuel“ fasst die O-Antipohnen zusammen.

Hören wir nun dieses Lied in englischer Sprache.

 

Lesen Sie abschließend auch den

Brief unseres Bischofs zum Advent 2016,

indem Sie auf das folgende Bild

mit dem Deckblatt dieses Briefes

klicken!