Christus König Kirche Luckau

Außenansicht (Zeichnung von G. Johne)
Innenansicht

Historie

Glasmacher, Handwerker und Kaufleute aus Schlesien, der Grafschaft Glatz und Westfalen waren im vorigen Jahrhundert die ersten katholischen Christen in dieser Region nach der Reformation. In Luckau zählte man schon 1840 bei der hl. Messe, die zweimal im Jahr an Markttagen von einem Priester aus Neuzelle gefeiert wurde, 70 bis 80 Teilnehmer. Seit 1860 Lübben einen Pfarrer erhalten hatte, wurde von ihm alle 4 Wochen in der Kirche im evangelischen Heilig-Geist-Hospital die hl. Messe gefeiert. Mit dem eigenen Seelsorger seit April 1933 - Kaplan von Lübben mit Sitz in Luckau - feierten die Gläubigen nun ständig bis zum 20. November 1935 die hl. Messe in der Hospitalkirche. Durch sein eifriges Bemühen, die Hilfe der ansässigen Katholiken, die Unterstützung des Bonifatiusvereins, 2 hochherzige Stifter und Spenden von vielen Gemeinden aus Schlesien konnte, begonnen am 11. Juni 1935, die Christus-König-Kirche erbaut und am 20. November 1935 durch den Fürstbischof des Erzbistums Breslau Adolf Kardinal Bertram konsekriert werden. Das den Altarraum beherrschende große Kreuz erhielt erst 1946 die vom Cottbuser Holzbildhauer Felix Hertelt geschaffene Christusfigur. Die Marienstatue aus Birkenholz wurde 1960 angeschafft. Den Taufstein schuf der Großvater der Steinmetzfirma Landes aus Golßen. ...

1947 wurde Luckau selbständige Kuratialpfarrei, 1957 Golßen als selbständige Kuratialpfarrei abgetrennt. ...

Die grundlegende Umgestaltung nach den liturgischen Richtlinien des II. Vatikanischen Konzils konnte erst 1997 erfolgen. ...

 

(zitiert aus: "Sakralbauten im Bistum Görlitz", Band 1, S. 44)