Eröffnungsfeier zum "Jahr des Glaubens"

am 11. Oktober 2012 in Görlitz

Für den 11. Oktober 2012 hatte Bischof Wolfgang Ipolt Vertreter aus allen Gemeinden seines Bistums zu einer Festveranstaltung anlässlich der Eröffnung des „Jahres des Glaubens“ nach Görlitz eingeladen.

 

Nach einem kleinen Imbiss im St. Ottostift neben der Jakobus-Kathedrale sprach der Bischof zu den Anwesenden über das von Papst Benedikt anlässlich des 50. Jahrestages der Eröffnung des 2. Vatikanischen Konzils und des 30. Jahrestages der Veröffentlichung des Katechismus der Katholischen Kirche ausgerufene „Jahr des Glaubens“.

 

Anschließend berieten die Vertreter der Gemeinden, was getan werden könnte, „um den Glauben und die persönliche Gottesbegegnung“ in diesem Jahr „neu zu wecken, zu stärken oder zu vertiefen“.


Die Vorschläge des Bistums für dieses Vorhaben wurden dann von Frau Barbara Köhler, der neuen Seelsorgeamtsleiterin, vorgestellt, wozu unter anderem eine Wallfahrt nach Lourdes im April 2013, die Abhaltung von Credo-Abenden und auch die Übergabe einer sog. „Kirchenkiste“ mit entsprechenden Anregungen gehörten.

 

Danach gingen alle gemeinsam in die Jakobus-Kathedrale, wo um 18 Uhr das feierliche Pontifikalamt begann.

Nachfolgend ein kurzer Eindruck vom Antwortgesang (GL 529, 6), der auf die erste Lesung aus dem Buch Sacharja Kap. 8, 20 – 23 folgte, die auch in polnischer Sprache vorgetragen wurde.

Als Evangelium hörten wir die Himmelfahrtsgeschichte aus dem Markus-Evangelium Kap. 16, wo Jesus zu seinen Jüngern sagt:

 

„Geht hinaus in die ganze Welt,

und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!

Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet.“

In seiner Predigt sagte Bischof Ipolt, man solle sich nicht fragen, was die Kirche für uns getan habe, sondern was man selbst für die Kirche und den Glauben tun könne.

 

Dazu machte er 3 Vorschläge:

 

Erstens sei es wichtig, vom Glauben nicht zu schweigen, sondern zu reden.

Man könne einem Kranken einfach „Gute Besserung“ wünschen. Man könne aber auch dazu sagen, dass man für ihn beten werde.

Ähnlich sei es, wenn man bei einem Todesfall sein Beileid ausspreche. Kommt dabei auch unsere Hoffnung auf die Auferstehung zum Ausdruck?

 

Zweitens sei es von Bedeutung, dass wir den Glauben liebevoll und ansprechend feiern.

Das gelte vor allem für die Feier der Eucharistie, aber auch für alle anderen Gelegenheiten, bei denen wir unseren Glauben feiern, z. B. die Rosenkranzandacht u.a.

 

Drittens sei es ratsam, auch im eigenen Heim eine gute Atmosphäre für den Glauben zu schaffen und die eigene Wohnung so zu gestalten, dass auch Besucher merken:

Hier wohnt ein Christ.

Dazu gehöre beispielsweise, dass man den Haussegen an der Tür sieht oder auch, dass das Kreuz und ein Bild der Muttergottes gut sichtbar und nicht nur in irgendeiner versteckten Ecke angebracht seien.

Damit man sich das leichter behalten kann, haben wir - wie auf unserer HP üblich - versucht, auch diesen Predigtinhalt in einen Reim auf die Melodie des Liedes

„Wohl denen, die da wandeln.“ (GL 614)

zu bringen.


Und das ist dabei herausgekommen:

 



Drei Tipps zum „Jahr des Glaubens“

 

gab Bischof Ipolt uns.

 

Dass wir vom Glauben reden,

 

nicht schweigen, ist sein Wunsch.

 

Feiert den Glauben liebevoll

 

und lasst die Wohnung zeigen:

 

Hier ist ein Christ zu Haus!



Erhebet die Herzen! –

Wir haben sie beim Herrn.


Lasset uns danken, dem Herrn unserm Gott! –

Das ist würdig und recht.

„NEHMET UND ESSET ALLE DAVON: DAS IST MEIN LEIB …“
„NEHMET UND TRINKET ALLE DARAUS: DAS IST DER KELCH DES NEUEN UND EWIGEN BUNDES, MEIN BLUT …“

Der Bischof des polnischen Nachbarbistums Liegnitz (Legnica) Stefan Chichy wandte sich zum Schluss mit einem Grußwort an die Gemeinde, in der er unter anderem – wie einst Papst Johannes XXIII. – auf das Messbuch mit den biblischen Lesungen als Quelle des Glaubens und den Kelch als Zeichen für die Eucharistie, die Feier des Glaubens, verwies.

Abschließend verteilte Bischof Ipolt an jeweils einen Vertreter jeder Gemeinde eine Kerze und übergab an die Repräsentanten der Dekanate 3 von ihm zuvor gesegnete Christus-Ikonen, die im „Jahr des Glaubens“ durch alle Gemeinden „wandern“ sollen, um dort „als sichtbares Zeichen eine Hilfe zur Vertiefung des Glaubens“ zu werden.

 

Unter dem Segen Gottes fuhren dann alle wieder in ihre Heimatgemeinden.