Zur Einstimmung laden wir zu einem virtuellen Rundgang durch die Neuzeller Stiftskirche und den angrenzenden Klostergarten ein.

 

Für die folgenden Aufnahmen, die uns diesen Rundgang ermöglichen, danken wir Herrn Lars Noack.

Bistumswallfahrt 2012

Wallfahrtsthema: "Offen für Gottes Wirken"

Leider kann in diesem Jahr auf der HP unseres Bistums bisher noch nicht die Predigt nachgelesen werden, die unser Bischof Wolfgang Ipolt bei der Bistumswallfahrt in Neuzelle am 2. September 2012 gehalten hat.

In der Ausgabe vom 09.09.12 der Kirchenzeitung "Tag des Herrn" und hier auf der Internetseite der Zeitung hat Matthias Holluba die Bischofspredigt wie folgt zusammengefasst:

 

... „Offen für Gottes Wirken“ – so hieß das Wallfahrtsthema. Und was das im Alltag konkret heißen kann, erklärte der Bischof in der Predigt. „Wenn ein Mensch sich Gott öffnet, muss er damit rechnen, dass Gott diese Offenheit ernst nimmt.“ Das könne dann heißen, die eigenen Lebensprioritäten angesichts der Prioritäten Gottes zu verändern. Praktisch werde das nicht nur in alltäglichen Fragen, sondern auch bei der Frage der Berufswahl oder wenn Eltern erfahren, dass ihr Kind behindert zur Welt kommen wird. Wer offen ist für Gottes Wirken, sei eingeladen, mit Gott mitzuwirken, sagte der Bischof weiter. „,Kannst du mir helfen?‘, fragt Gott, beispielsweise wenn es um den Schutz des Lebens und von Ehe und Familie geht.“ Gestärkt dafür werde der Christ durch die Sakramente. ...

Auch wir haben versucht, uns einige Gedanken aus der Predigt zu merken und diese in einen Reim auf die Melodie des Liedes "Wohl denen, die da wandeln" (GL 614) zu bringen. Nachfolgendes ist dabei herausgekommen:

Die offene Gesellschaft

 

macht Orientierung schwer.

 

Wer sich in Gott verankert,

 

den überrascht der Herr:

 

Er führt ihn anders, als er denkt,

 

und fragt: "Willst du mir helfen?",

 

stärkt ihn durch's Sakrament.



Die Kerze der Pfarrei Luckau leuchtet zusammen mit den Kerzen der anderen Gemeinden des Bistums vor dem Neuzeller Marienaltar

Unser Bischof Wolfgang Ipolt sprach also in seiner Predigt unter anderem davon, dass die offene Gesellschaft, in der wir leben, Orientierung schwer macht für alle, die keine Verankerung in Gott haben.

 

Nachfolgend singt Florence Joy im Rahmen eines evangelischen Gottesdienstes das von Andi Weiss komponierte Lied „Du bist mein Ziel“, das von der Suche nach dieser Orientierung und Verankerung in Gott handelt.



Im bereits zitierten Artikel der Kirchenzeitung "Tag des Herrn" berichtet Matthias Holluba dann weiter:

 

Ein Mensch, der offen für Gottes Wirken war, ist die neue Görlitzer Bistumsselige Hildegard Burjan. Im Zwischenprogramm der Wallfahrt stellte Sr. Martina Theiner, die zu der von Hildegard Burjan gegründeten Ordensgemeinschaft Caritas Socialis gehört, Leben und Werk der Seligen vor. Caritaspräsident Peter Neher, der aus Freiburg nach Neuzelle gekommen war, sprach über die neue Selige während der Abschlussandacht. Er erinnerte an den Satz von Hildegard Burjan „Zu wem Gott spricht, der schweigt“. Der Christ wisse, wann es recht ist, von Gott zu reden oder zu schweigen und nur die Liebe sprechen zu lassen, zitierte der Caritas-Präsident Papst Benedikt XVI. Die Liebe als „Tatsprache des Glaubens“ erschöpfe sich aber nicht nur in der Linderung der Not und in Hilfe zur Selbsthilfe. Sie schließe – und so habe es auch Hildegard Burjan getan – politisches Handeln und Einmischung aus der Kraft des Glaubens ein.

Hildegard Burjan (1883 - 1933)

Am 29.01.2012, dem Tag der Seligsprechung von Hildegard Burjan, hat Papst Benedikt XVI. in Rom beim Angelus-Gebet wie folgt an die 1883 in Görlitz geborene und 1933 in Wien gestorbene Gründerin der Schwesterngemeinschaft Caritas Socialis erinnert. 

Und nachfolgend kann man noch einen ca. 5-minütigen Film mit Bildern von der Seligsprechung in Wien sehen, untermalt mit Musik der

Toccata aus der 5. Sinfonie für Orgel op. 42/1 von Charles-Marie Widor (1844-1937)